ProCo Rat 2 Distortion Erfahrungsbericht

Erst abgeneigt wegen den minimalistischen Einstellmöglichkeiten, hatte ich zuerst den Nano Overlord von Electro Harmonix* gekauft, jedoch war mir der keine Lord dann doch zu sanft. So ging meine Suche nach einem Allrounder-Distortion Pedal weiter. Das Proco Rat 2 Distortion Pedal* hatte ich vorher schon mal angeschaut und nach Sichtung einiger Youtube Videos dann doch gekauft.
Meine Recherchen ergaben, dass ein paar bekannt Musiker das Pedal für ihre Stücke verwendet haben, zum Beispiel:

Frontansicht

Also bestellt, geliefert, ausgepackt war ich zuerst vom Gewicht des Pedals überrascht, die knapp 750g machen ganz schön was her. So klein wie auf den Bildern im Onlineshop aussieht ist er dann doch nicht, mit den Maßen  (B x T x H): 79 x 103 x 73 mm ist das Pedal doch ordentlich groß. Ein Netzgerät wurde nicht mitgeliefert, es ist auch kein Adapter für den Stromanschluss nötig, um ein herkömmliches 9V Netzteil anzuschließen, in älteren Versionen war da wohl ein Adapter nötig. Angegeben wird die Stromaufnahme bei Thomann mit 0,8mA, das kann ich mir aber so gar nicht vorstellen, das werde ich später mal nachmessen.
Also nun endlich mal anschließen und loslegen…

Die Regler

Verzerrung – Dieser Regler steuert die Verstärkung und den Verzerrungseffekt. Es ist ziemlich selbsterklärend und je mehr es nach rechts gedreht wird, desto mehr Verzerrung und Antrieb kommt raus.

Filter – Der Filter hebt das Pedal etwas hervor. Während andere Pedale über Ton- oder Helligkeitsregler verfügen, arbeitet die Filtersteuerung etwas anders, indem immer eine bestimmte Basis für alle Frequenzen beibehalten wird. Dies bedeutet, dass Extremwerte keine nutzlosen super-trockenen oder super-nassen Sounds haben.

Lautstärke – Der Regler ist selbsterkärend 😉

Nun aber ans eingemachte, endlich angestöpselt und in meine Effekt-Send-Return Schleife rein, ein bisschen das Gain aufgedreht, aber dann doch direkt in den Eingang meines Bugera Infineon, da das Rauschen zu laut war. Im normalen Eingang war dann alles in Ordnung. Nur als Hinweis, ein erhöhtes Rauschen hab ich mit einem anderen Effektpedal auch.
Den ersten Riff hab ich mit einer 9 Uhr Einstellung, und es hat mir gefallen, nicht zu rockig, aber auch ein wenig mehr als Blues. Gespannt ob ich da noch bis Metal hochkomme, nun ja, die ersten Schritte sind getan, weiter gehts.
Dieses Pedal wurde in so vielen berühmten Aufnahmen verwendet, dass ich es sehr vertraut empfinde, selbst nachdem ich es zum ersten Mal gehört habe. Was am RAT-eigenem Sound wirklich cool ist, ist, dass es sich nicht nur auf einen voll verzerrten Sound beschränken muss, das Pedal kann eine Vielzahl von Sounds erzeugen, angefangen von einem leichten Overdrive beim Einstellen des Distortion-Reglers auf 9 Uhr bis hin zu einer engen und vollständigen Fuzzy-Verzerrung ab 3 Uhr und darüber hinaus. Was dieses Pedal so erstaunlich macht, ist, dass es selbst bei höheren Verzerrungseinstellungen immer noch leise ist und unkontrollierbare Rückkopplungen und Geräusche vermeidet. Der richtige Heavy Metal Sound fehlt dann doch noch, geht aber weit über Rock hinaus.

Zusammenfassung, mein Fazit

Für viele ist die ProCo RAT das Verzerrungspedal, mit dem alle anderen Verzerrungen gemessen werden. Seine weitreichenden Verzerrungsgrade machen es vielseitiger als die meisten Gain-Pedale, da es an vielen Stellen verwendet werden kann, von einem subtilen Lead-Boost bis hin zu einem übertriebenen Fuzz. Die Präzision der Filtersteuerung ermöglicht es, sich auf einen Ton zu konzentrieren, der zu einem passt, der einem Spaß macht.

Kaufen könnt ihr das Pedal zum Beispiel bei:
Thomann.de*
Amazon.de*

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